Wudangshan Woche 13

Diese Woche war recht anstrengend: nicht nur die Übungen, sondern auch die Hitze und vor allem die hohe Luftfeuchtigkeit machten uns zu schaffen...

Nach dem Warm-Laufen rund um die Schule, klebt der Taiji-Anzug schon am Körper und man fühlt, wie die Schweissperlen langsam vom Kopf bis zu den Füssen runter „wandern“. Dazu kommen dann noch die vielen Mücken und sonstige fliegende Wesen, die einem um den Kopf fliegen. Zum Glück haben wir hier ja ein gutes Insektenschutzmittel gekauft: man sprayt sich damit ein und...

...die Mücken finden immer noch Gefallen an uns und geniessen es, uns zu stechen. Na ja, da müssen wir durch.

Diese Woche besuchten wir mit unserem Meister, dem Schulmanager Rao Jun und zwei Dao-Mönchen den Jiŭtiān Xuánnǚ Gōng, ein Tempel, welcher wieder komplett neu errichtet wurde. Der Weg führte unter anderem auch durch eine Felshöhle/Grotte die der Geschichte nach 1700 Jahre alt sein soll. Tja, und einmal mehr waren wir „Langnasen“ die „kleine Hauptattraktion“ für die Fotografen, die uns auf dem Rundgang begleiteten. Und wie fast immer in China, wurde uns anschliessend noch ein leckeres Mittagessen serviert, danach sassen wir bei Tee miteinander am Tisch. Während die Chinesen miteinander plauderten, sassen wir da und überlegten, was die sich wohl zu erzählen haben...

 

Am Samstag flog unser Meister für ca. einen Monat nach Deutschland um dort ein Seminar durchzuführen, seine Stellvertretung wird während dieser Zeit Jiào Liān übernehmen. Sie hat uns angekündigt, dass Küni und ich nächste Woche mit dem Wu Xing Liu He Gong (fünf Schritte, sechs Bewegungen) beginnen werden. Bei diesen Übungen geht es vor allem um die Schulung der Koordination das heisst, richtig zu gehen während man mit den Armen Bewegungen ausführt. Da wir vor einem Jahr bereits ein Seminar in Kiedrich (D) besucht haben, wird uns das Erlernen dieser Übungen sicher etwas leichter fallen...  so hoffen wir...

 

Morgen Dienstag kehrt unser Trainingspartner, Jürgen, zurück nach Deutschland, das heisst, dass wir dann nur noch drei „Wàiguórén“ (Ausländer) sein werden. Wir werden ihn noch bis Shíyàn City (ca. 3,5 Mio Einwohner) begleiten, von wo aus er dann mit dem Zug nach Peking fahren wird. Küni und ich werden uns anschliessend, entweder im McDonalds oder in der Pizza-Hut, etwas kulinarische Abwechslung genehmigen...

 



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