Wudang Shan Wochen 30 + 31 /Schule


Bei uns ist es nun recht kalt geworden. Zwar steigt das Thermometer noch ab und zu auf bis 26 Grad aber frühmorgens und abends sinken die Temperaturen auf ca. 10-13 Grad...

 

Eigentlich sind wir uns ja Kälte gewohnt, nur: hier in China zieht es in den Häusern überall durch und Heizungen kennt man praktisch nicht. Zum Glück haben wir in unserem Zimmer die Klimaanlage, die wir auch als Heizung nutzen können. Es ist erstaunlich, wie kälteresistent die Chinesen sind. Egal wo, sei es in Restaurants, in unserer Schule, oder im Bus: immer sind die Fenster oder Eingangstüren weit geöffnet und die Leute sitzen in Jacken und Mützen in den kalten Räumen...

 

Die Kälte hat aber auch eine schöne Seite: Kürzlich haben wir im Schulareal ein Feuer gemacht und Würste gebraten. Der Abend hat unsere Freundschaft gefestigt und war ein riesen Erfolg.

 


Kürzlich hörten wir, dass es im Double Tree Hilton Hotel in Shíyàn ein sehr gutes Frühstücks-Buffet gäbe. Der Zufall wollte es, dass uns am letzten Montagabend die Managerin des Hotels „Top Zero“ in der Schule besuchen kam und anerbot, uns nach Shíyàn zu fahren. Tja, und so genossen wir es, uns am Dienstag bei einem leckeren Buffet die Bäuche zu füllen. Nach einem Verdauungs-Spaziergang im „Peoples Park“ ging’s mit dem Bus wieder zurück zu unserer Schule.


Ja, und dann haben wir in Wudang noch ein ganz niedliches Café entdeckt, das einer jungen und sehr sympathischen Chinesin gehört. In den mit Sofas, Stühlen und Tischen eingerichteten Zimmern fühlt man sich wie in der eigenen Wohnung und der Cappuccino schmeckt so noch besser als er eh schon ist.


Letzte Woche machten wir wieder Jiăozi (mit Fleisch gefüllte Teigtaschen). Bei wärmenden Sonnenstrahlen, assen wir diese draussen im Schulhof und Xiān Fēng (Pionier) unser Schulhund hat sie uns fast „weg geschaut“...


Zum Training:

 

Das Wǔ Xíng Liù Hé Gōng (fünf Schritte – sechs Bewegungen) haben wir inzwischen beendet und dürfen nun (yeah! endlich!) an unserer ersten Form der „Shí Sān Shì“ (13er Form) arbeiten, da kommt echt Taiji-Feeling auf. Unsere Jiào Liān nimmt es sehr, sehr genau: jeder Schritt muss sitzen und die Füsse müssen jeweils millimeter-genau am richtigen Ort gesetzt werden; dafür wurden auf dem Boden extra Markierungen angebracht, nach denen man sich richten muss. Es wird uns nicht nur die Form gelernt, sondern auch die Anwendung, was wir persönlich sehr schätzen, denn schliesslich sollte man ja auch wissen, was die einzelnen „Figuren“ bedeuten.

Bei all dem darf auch das tägliche Aufwärm- und Dehnungsprogramm nicht fehlen, worin wir immer noch "Anfänger" sind...