Wudangshan Woche 34 / Wintertime in Wudang

In der Schule ist es recht ruhig geworden und wir sind (inkl. der Traditional-Class) nur noch 12 Schüler. Küni und ich arbeiten immer noch fleissig an der 13er-Form, die weniger einfach ist, als man zuerst annimmt. Die Traditional-Class übt sich fleissig in der Waffenkunst und hat jetzt auch mit Zhàn Zhuāng angefangen, was wir sehr geniessen, denn jetzt können wir alle gemeinsam in Ruhe meditieren, ohne immer wieder durch Lärm gestört zu werden.

Gestern wurden wir von Mang, der ehemaligen Managerin des Qīng Niān Lǚ Shè (Youth Hostel) zum Nachtessen eingeladen. Das Essen war wunderbar, aber die Kälte in ihrer Wohnung machte uns recht zu schaffen. Nach einer Weile konnten wir unsere Füsse kaum mehr spüren und so gingen wir halt im Zimmer auf und ab bis wir wieder warm hatten. Sie hielt unsere Hände und wunderte sich, dass diese so kalt sind und meinte, dass dies wohl am „Qi-Fluss“ liege. Na ja... vielleicht könnte es ja einfach nur daran liegen, dass es in den Räumen kälter ist als draussen im Freien? Zum Glück haben wir uns bei der Schneiderin noch mit Fleece gefütterte Taiji-Anzüge machen lassen...

Ja, und dann haben wir wieder Nachwuchs bekommen in unserer Schule. Es ist ein erst paar Wochen altes Weibchen und heisst Wang-Wang. Sie ist unser neuer Sonnenschein und erwärmt unsere Gemüter in dieser bitteren Kälte, die uns in den Bergen auch schon den ersten Schnee beschert hat.



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