Wudangshan Woche 35 + 36 / Intl. Taiji & Qigong Meisterschaft


Meister Tian ist jetzt wieder zurück von Deutschland und geht wieder mit prüfenden Blicken durch die Schule. Das finden wir natürlich toll. Er sieht wirklich jedes Detail und korrigiert uns immer wieder mit seiner sanften Stimme und seinem „Spitzbuben-Lächeln“. Unsere 13er Form haben wir bald mal durch, aber eben: es gibt noch v i e l zu üben...

Das Glück hat es halt leider nicht so gut mit mir gemeint. Vor über einer Woche bin ich beim Einlaufen – aus was für Gründen auch immer – gestolpert und habe mir die Rippen gequetscht. Also, ich hoffe, sie sind nur gequetscht und nicht gebrochen... Ja, man könnte natürlich in die Klinik gehen und eine Röntgenaufnahme vom Thorax machen. Aber wir trauen der Sache nicht ganz. Wir haben gehört, dass sie bei Ausländern den Preis vervielfachen und dass die Röntgengeräte nicht mehr die neuesten sein sollen. Aber hier in der Schule kriege ich allerlei Ratschläge: von Wärmelampe über Moxatherapie (bei der die geschädigten Stellen am Körper mit Wärme behandelt werden) bis hin zu verschiedensten Salben. Ich selbst bleibe meinem altbewährten Tigerbalsam treu und schlucke zwischendurch mal eine Schmerztablette; tja: und warte ab....

 

Trotz Verletzung, liessen wir uns natürlich die Geburtstagsfeier unserer Freundin Maris nicht entgehen. Sie – eine Chinesin, die in New York lebt – kam nach Wudang um sich hier der Meditation und dem Taiji zu widmen. Ebenfalls geladen war auch ihr Meister, ein jüngerer Kungfu-Bruder unseres Meisters. Das Essen wurde typisch chinesisch abgehalten: alles ging „Zack-Zack“ und wir hatten noch nicht mal ganz fertig gegessen, wurde auch schon die Geburtstagstorte serviert.

 

Diese Woche fand beim Taiji-Lake in Wudang eine internationale Taiji, Qigong und Yi Jin Jing Meisterschaft statt. Meister Tian wirkte als Punkterichter. Nachdem gestern Kinder und Jugendliche ihr Können unter Beweis stellten, waren heute die Erwachsenen an der Reihe. Unter all den ChinesInen nahm auch noch eine Europäerin (deren Herkunft nicht mal erwähnt wurde) teil. Wahrlich eine internationale Veranstaltung...

 

Wir staunten nicht schlecht ab der Beweglichkeit der zum Teil älteren Teilnehmer. Die lassen sich so easy in den Spagat fallen und wenn sie Kicks machen, heben sie ihre Beine mit so einer Leichtigkeit fast senkrecht nach oben. Tja, das sind dann eben die Momente, in denen man sich fragt, ob man das überhaupt noch lernen kann oder nicht. Küni und ich haben uns auf jeden Fall eines vorgenommen:

 

 

 

Üben – üben – üben!

 



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