Wudangshan Woche 38


Geschafft! Die Shísān Shì (13er Form) sitzt...

...noch nicht ganz, aber bald mal; zumindest sind wir jetzt beim Ende angelangt und es beginn nun der „Feinschliff“.

Tja, und meine Rippe hat sich mehr oder weniger auch wieder erholt, ich habe das Training wieder (mit kleineren Einschränkungen) aufgenommen.

Am Sonntag wurden Master Tian, Shi Niang, Jiào Liān, Nils, Küni und ich nach Dānjiāngkǒu, eine 490'000 Einwohner zählende Stadt in der Provinz Hubei, zu einer etwas besonderen Eröffnungsfeier eingeladen. Dort wurde nämlich ein „Dessous-Geschäft“ eingeweiht und wir führten dort unsere Formen vor. Somit erlebte auch unsere Shí sān Shì eine Premiere und den Leuten hat’s anscheinend gefallen. Und was uns speziell freute, der Meister hat uns alle gelobt.

 

Link zu einem Filmchen, wenn's dann funktioniert.....

Nach dem Anlass wurden wir natürlich zu einem reichhaltigen Mittagessen eingeladen. Später besichtigen wir die daoistische Schule „Jìng Lè Gōng“. Der Leiter der Schule erklärte uns sehr viel.... in Chinesisch... und das machte mich etwas müde, also erlaubte ich mir auf einem der bequemen Sessel ein kleines Nickerchen zu machen, während die anderen bei einem Tässchen Tee sassen. In China ist dies übrigens absolut ‚salonfähig’.

 

Im Anschluss an die Besichtigung, wurden wir von einem Freund von Tian Liyang (ein Porzellanladen-Besitzer) zu einer Teezeremonie eingeladen. In einem der Regalen sahen wir ein Teeset, welches uns sehr gefiel. Als wir den Preis anfragten, sagte der Besitzer, dass er uns das Set schenken möchte. Er bereitete uns damit eine grosse Freude und wir waren sehr gerührt über diese Geste.

 

Abends folgte ein Essen im besten Hotel der Stadt. Der Raum war angenehm geheizt, das Essen war lecker, die Stimmung heiter und ausgelassen. Wir versuchten so gut wie möglich den chinesischen Dialogen zu folgen, was sich jedoch als eher schwierig entpuppte. Glücklicherweise kann Nils mittlerweile recht gut übersetzen, so dass wir nicht ganz unwissend in der Runde sassen.

 

Es war ein langer Tag mit vielen neuen Eindrücken. China ist voller Überraschungen und das Verstehen der Kultur braucht seine Zeit. Spätabends legten wir uns müde aber glücklich und zufrieden in unsere (eiskalten) Betten...

 



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