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Wdangshan Wochen 47 - 49 / Zurück in Wudang


Am 17. Februar feierten wir den 80. Geburtstag von Küni’s Vater mit einem Orgelkonzert in der Kirche von Frutigen und mit einem reichhaltigen Büffet. Es war schön, wieder einmal Verwandte und Bekannte zu treffen, die man sonst nur selten zu sehen bekommt. Das war natürlich das «Hauptevent» während unseres Aufenthaltes in der Schweiz.

Es folgten noch Treffen mit Taiji-Freunden, Kollegen und Familie. Unsere Tage waren generell ziemlich ausgebucht, dementsprechend waren wir jeweils recht müde. Unsere Pläne für Training und Chinesisch lernen mussten wir über Bord werfen, da die vielen Begegnungen mehr ‘Energie’ forderten als erwartet.

Am 4. März war es dann soweit: Mittags Abflug nach Hongkong. Nach einem schönen aber sehr intensiven Aufenthalt in der Schweiz, verbrachten wir erst einmal ein paar «erholsame» Tage in Hongkong. Leider spielte das Wetter nicht so richtig mit, so mussten wir auf einige Sehenswürdigkeiten (wie z.B. den Peak) verzichten.

Mehr Glück mit dem Wetter hatten wir dann aber in Wuhan. Dort trafen wir Lī Jùn mit ihrer Tochter Dodo und Xu Ning, die beide an unserer Akademie trainieren. Gemeinsam verbrachten wir einen wunderschönen Frühlingstag. In Wuchang, einem Quartier von Wuhan, besuchten wir einen Markt in dem es sehr lebhaft zu und her ging. Danach besuchten wir den «Yellow Crane Tower», die Pagode des gelben Kranichs, die im Jahre 223 n.Chr. erbaut und dann mehrmals zerstört wurde. Der Turm, wie er heute steht, wurde 1985 anhand von Originalbilder neu erbaut. Von der Turmspitze geniesst man einen schönen Ausblick auf Wuhan. Abends konnte auch die Tochter von unserem Meister dazu stossen. Wir wurden zu einer Teezeremonie mit anschliessender ‘Guqin’ Vorführung eingeladen. Und schlussendlich folgte ein üppiges Abendessen am runden Tisch.

 

Im Hotel fielen wir glücklich in unser grosses Bett mit toller Aussicht auf den breiten  Yangtzekiang.

Am Sonntag fuhren wir mit dem Zug von Wuhan nach Shíyàn, wo uns «Let’s go» (unser Taxifahrer von Wudang) abholte. Wir nennen ihn so, weil er jedes Mal bevor er los fährt laut «Let’s go!» sagt.

Als wir in unserer Wǔguăn ankamen wurden wir von allen so herzlich willkommen, selbst die sonst so ernste Jiàoliàn umarmte uns herzlich. Tja... und alle meinten, ich hätte etwas zugenommen... Woher das wohl kommen mag?

Ja, und heute sitzen wir bereits wieder im Youth Hostel, in unserem «Büro» und büffeln wieder Chinesisch. Morgen beginnt wieder unser Training.

Alles in allem sind wir eigentlich sehr froh, wieder bei unserer «Familie» in Wudang zu sein. Wir haben in der Schweiz realisiert, dass es in Wudang vielleicht nicht so schön wie zu Hause ist, aber dass wir hier viel gesünder leben und alles hier nicht so hektisch ist. Und, vor allem tun wir hier mehr für unsere Gesundheit und das Training hier an Tian Liyang’s Schule ist einmalig!

 

Da sind wir jetzt mal gespannt, was uns das zweite Jahr in Wudang alles bescheren wird... Wir halten euch auf dem Laufenden.

Liebe Grüsse aus dem sonnigen Wudang

 

Küni & Gustav   

 



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Kommentare: 1
  • #1

    Don Dom primero (Dienstag, 13 März 2018 15:43)

    I wünsch Eu e gueti Ziit, gnüsseds �